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Mobile Usability ist nicht gleich Mobile Usability

Veröffentlicht am Dezember 5, 2008

Bei meinen Recherchen stoße ich immer wieder auf diverse Berichte und Websites mit dem Titel “Mobile Usability”. Dennoch wird meine Euphorie meistens nach dem Klick auf das Suchergebnis in Google gebremst. Dieser Begriff scheint sich seit geraumer Zeit als eine Art Hype zu entwickeln, über den jeder irgendwie berichten möchte und zu dem jeder irgendwie dazugehören und eine Stück vom großen Usability-Kuchen abhaben möchte.

Im schlimmsten Fall findet man Angebote von Firmen, die ihre Dienste auf dem Gebiet der Usability für mobile Geräte und Anwendungen anbieten. Doch leider scheint denen entgangen zu sein, dass die zu testenden Anwendung auf realen Geräten und im optimalsten Fall im realen Kontext getestet werden sollten (zum letzten Fall gibt es in der Wissenschaft unterschiedliche Ansichten, darüber werde ich bei Gelegenheit schreiben). Deren Angebot besteht dann aus einem Simulator für den Desktop-PC.

Zahlreiche andere Artikel berichten über (veraltete) WAP-Anwendungen und beschränken sich auf das mobile Internet.

Ist das Mobile Usability? Ich denke nicht. In meinen Augen gehört zwar das mobile Internet dazu, deckt aber nur einen Teil der mobilen Anwendungen ab. Neben den “gut gemeinten” Ratschlägen oder Empfehlungen zum Erstellen von “mobilen” Anwendungen gehören jedoch auch entsprechende Werkzeuge und Testmethoden, zum einen zum Entwickeln von Prototypen und zum anderen zum Testen der Usability im originären Benutzungskontext, dazu.

Es ist daher erforderlich bekannte Methoden hinsichtlich ihrer Tauglichkeit für die “Mobile Welt” zu untersuchen. Dabei ist zu erwarten, dass einige von ihnen übertragbar sind, andere angepasst werden müssen und andere sicherlich völlig unpassend sein werden.

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