Nachdem der Stress der Dissertation verflogen ist, habe ich an einer Kurzfassung gearbeitet und diese gestern bei BoD eingereicht. Sie wird in den nächsten Tagen online bei BoD und bei Amazon zu bestellen sein. Mobile System Design – Herausforderungen, Anforderungen und Lösungsansätze für Design, Implementierung und Usability-Testing Mobiler Systeme, ISBN 978-3-842-307247.
Dieses Buch ist nicht nur für Designer, Programmierer und Usability-Experten, sondern für alle diejenigen, die in der Entwicklung Mobiler Systeme involviert sind. Es soll ein neues Bewusstsein in der Software-Entwicklung wecken und die klassische Trennung von Analyse und Design aufheben.
Mobile Endgeräte unterscheiden sich nicht nur in ihrer Funktionalität und Performanz, sondern auch in ihren mobilen und stationären Eigenschaften. In diesem Artikel stelle ich die Ergebnisse meiner Literaturanalyse dar sowie meine eigene Klassifizierung von mobilen Systemen.
Diese Literaturanalyse umfasst sowohl etablierte Blogs und Websites (wie z. B. Gizmodo.com, Tomshardware.com und LaptopMag.com), Publikationen (wie z. B. Gorlenko & Merrick (2003), Weiss (2002) und Ballard (2007)), sowie die Produktbeschreibungen der Hersteller (wie z. B. Apple, HTC, HP und Acer). Darüber hinaus habe ich eine Häufigkeitsanalyse der Begriffe bei Google durchgeführt, um die Verbreitung der Begriffe in der Gesellschaft zu erfassen und so die Geräte besser einordnen zu können.
Der Grund für eine eigene Klassifizierung ist die Vielzahl der unterschiedlichen Geräteklassen in der Literatur, die zum Teil gleiche Charakteristika beschreiben, aber unterschiedliche Bezeichnungen verwenden.
Aus der Literaturanalyse lassen sich die folgenden drei übergeordneten Geräteklassen ableiten: 1.) Transportable Geräte, 2.) Mobile Geräte und 3.) Wearables. Die einzelnen Gerätetypen lassen sich, wie in Abbildung 1a dargestellt, den übergeordneten Geräteklassen zuordnen (clustern). Die überlappenden Kreise verdeutlichen die Ähnlichkeiten beziehungsweise Verwandtschaften der einzelnen Gerätetypen.

Abbildung 1: Mobile Geräteklassen: Zusammenfassung der Geräte
Wie in Abbildung 1 zu erkennen ist, sind Handhelds ein Bestandteil der mobilen Geräte und schließen sowohl Einzweck-Mobilgeräte, Mobiltelefone und andere mobile Geräte ein. Da Handhelds jedoch zu viele unterschiedliche Geräteklassen vereinen, wird diese Gruppe nicht weiter betrachtet. Aus den einzelnen Gerätetypen lassen sich folgende sechs untergeordnete Geräteklassen ableiten (siehe Abbildung 2), die vereinzelt die übergeordneten Geräteklassen überlappen, das heißt ein Ultramobile PC kann aufgrund seiner Größe auch ein Bestandteil der transportablen Geräte sein und umgekehrt.

Abbildung 2: Mobile Geräteklassen: Über- und untergeordnete Geräteklassen.
Folglich zählen zu den mobilen Systemen insbesondere die folgenden vier untergeordneten Geräteklassen:
Ultraportable PC
Ultramobile PC
Mobile Kommunikationsgeräte
Spezielle Einzweck-Mobilgeräte
Auch wenn einige von ihnen aufgrund ihrer Größe den transportablen Geräten zugeordnet werden können, kann die Geräteklasse an sich als Bestandteil der mobilen Systeme verstanden werden.
Über Kommentare bin ich sehr dankbar, besonders bei der Einteilung der 6 untergeordneten Geräteklassen…
Bei meiner Recherche zum Thema Mobile Context bin ich auch auf die Website von C. Enrique Ortiz gestoßen. In seinen Blogbeiträgen People-centric Mobile Computing und The Elements of Mobile Context beschreibt er seine Sicht auf den mobilen Kontext und definiert sieben Elemente, die Mobile Context beschreiben: Location & Surroundings, Time, Descriptor Tags, Social Context, Handset Capabilities, Presence & Status und Preferences.
Wer sich mit mobilen Geräten beschäftigt oder mit ihnen arbeitet, der hat eine konkrete (eigene) Vorstellung von Mobilität und von dem, was sie ausmacht. Dennoch sind diese Vorstellungen sehr unterschiedlich, nicht nur im Vergleich zu anderen Bereichen/Disziplinen, sondern auch im Bereich der HCI selbst. In diesem Beitrag möchte ich über meine wissenschaftliche Herleitung des Mobilitätsbegriffes schreiben (Beitrag (immer noch) in Bearbeitung).